Drei Jugendliche waren es, die 1966 - neben der Freundschaft - noch die Liebe zur damals modernen Musik verband.
Der feste Wunsch, auch einmal ihre Lieblingsmusik selbst zu produzieren, ließ die Jungs nicht mehr los.
War doch die Musik so vielfältig geworden, die 60er hatten einen reichen Schatz an verschiedenen
Stilrichtungen hervor- und zum Verschmelzen gebracht.
So verbrachten
In einem Kammerl im Keller des Pfarrheims der Hl.Familie wurde, wann immer Zeit war, Musik geh&oauml;rt und nachgespielt. Vieles erschien den Dreien unspielbar, so kompliziert hörte es sich an, doch mit der Zeit wurde man flexibler. Nur zum Spaß und nur zu ihrem eigenen Vergnügen wurde mit Akkordeon, Schlagzeug und Gesang musiziert. Nachdem schon einige Lieder, vor allem die so genannten Hits, umarrangiert und nachgespielt wurden, gab es nach vielen Monaten der "Kammermusik" eine Einladung zu einer Krampusfeier eines Sportvereines. Dort spielten die drei - noch namenlos - zum Tanze. Ob es nun der weinseligen Stimmung der Sportvereinsmitglieder oder der doch zufriedenstellenden Leistung der Musizierenden zuzuschreiben war, sei dahingestellt, auf jeden Fall gab es ein weiteres Engagement für eine Weihnachtsfeier eines anderen Vereines.
Nach einigen solcher Veranstaltungen dachte man ernsthaft über eine Erweiterung der Gruppe
nach und holte
Doch in diesem denkwürdigen 67er-Jahr geschah einiges: zuerst musste man, nach einigen Auftritten, über einen neuen Bandnamen nachdenken. Überall, wo man hinkam und spielte, wurde man gefragt, wer denn die "Knickts" seien? Die wortwörtliche Übersetzung rief damals überall nur Kopfschütteln hervor. So einigte man sich endlich auf den Namen "The Times", bei dem wir ja bis heute geblieben sind.
Nun sei am Rande erwähnt, dass wir - neben einigen, für uns Fünf jedoch nicht unbedeutenden Auftritten - auch im Linzer Rosenstüberl spielten. Beim erstmaligem Vorspielen September 1967 hieß es zwar noch für uns: "Meine Herren, übt's noch a bisserl!" (Originalzitat Mitter Alfred, Chef des Ro), aber wir ließen uns dadurch nicht beirren und setzten unsere geplanten Vorsätze weiter um und - übten!
Im Jahre 1968 und 1969 gab es einige Änderungen bei den Auftritten,
da wir durch das Absolvieren der Wehrdienstzeit etwas außer Tritt gerieten.
Da wir den endgültigen Sprung ins Rosenstüberl aber geschafft hatten und das
Bundesheer kein Hindernis sein durfte, wurde Bertl beim Singen zwischenzeitlich
durch Hansi's Bruder
Bertl hingegen lebte seine Singerei in der Zwischenzeit mit seinem neuen Kameraden
und Freund
Während dieser Bundesheerzeit setzte sich immer mehr der Wunsch Bertl`s durch, den Bassisten Gottfried durch Reini zu ersetzen. Nach einigem Hin und Her war es dann schließlich soweit. "The Times" starteten neu durch!
Aber wie das Leben so spielt, war trotz vieler weiteren mühevollen Proben und Auftritten
nicht immer alles so zufrieden stellend, wie es sein sollte, musikalisch gesehen.
Als wir von der Auflösung der "Dukes", einer sehr erfolgreichen Linzer Band,
die auch einmal unser Bundesland in Wien bei einem Wettbewerb der Nachwuchsbands vertreten hatte,
hörten, nahm Bertl mit dem Gitarristen der "Dukes",
Jetzt war die Zeit gekommen, endgültig loszulegen. Die eigentliche Zeit der "Times" war angebrochen, sie dauerte von 1970 bis 1974. Es war die Zeit, in der wir zur damaligen "Hausband" des Linzer Rosenstüberl's wurden, die Zeit, in der wir von Wien bis zum Arlberg tingelten, in der wir bis zu sechsmal in der Woche spielten und - nebenbei immer schön arbeiten oder studieren gingen.
Wir hatten uns ein Repertoire von circa 180 Liedern aufgebaut und waren für (fast) alle Fälle gerüstet. Vom Donauwalzer bis zu den "Deep Purple", von den "Alten Rittersleut" bis zu "Santana", von den "Beatles" bis zu den "Kinks" , von den "Platters" zu "Tom Jones", fast überall waren wir vertreten.
Im Laufe dieser Jahre haben wir uns nicht nur musikalisch weiterentwickelt, sondern es ist auch eine tiefe freundschaftliche Verbundenheit entstanden, die bis heute besteht. Die Aussage, dass Musik die Menschen verbindet, kann, von unserer Seite aus, nur immer wieder bestätigt werden.
Nun, auch der Rest ist schnell erzählt. 1974 war der Schlusspunkt der "Times". Reini und Bertl haben zur selben Zeit im März geheiratet und ihre musikalische Laufbahn vorerst beendet.
Walter Behr heuerte nach kurzer Stehzeit bei den neu formierten "Flamingos" an und spielte dort 15 Jahre sehr erfolgreich Sologitarre. Unser Drummer Hans Stadler spielte sofort weiter und hatte mit den Gruppen "Enterprise", "Panoptikum" und "Route 66" ebenfalls ein ausgefülltes und erfolgreiches musikalisches Leben. Organist Fritz Gumpenberger wechselte zu den "Strings", mit denen er auch einige Jahre sein Musiktalent auslebte.
Im Jahre 1983 kam es zu einem kurzem Wiederaufleben der "Times" in Originalbesetzung. Anlässlich eines "Rosenstüberl - Revivals" im Gasthof Strauß in Ansfelden, bei dem zahlreiche Linzer Bands der Rosenstüberlzeit auftraten, wurde Teile des "Times"-Repertoires wieder zum Besten gegeben.
Erst 1998, als im Linzer IN-Lokal "Josef" wieder die alte Linzer Musikszene aufgewärmt wurde,
fanden sich die "Times" wieder zusammen. Alle Mitglieder setzten sich an einen Tisch und beschlossen,
wieder miteinander zu spielen.
Ergänzt wurde unser Team durch den Sohn von Walter, den Gitarre spielenden, mittlerweile fertigen Mediziner
In den nächsten Jahren wurde ab und an geprobt, manchmal öffentlich gespielt, aber es hatten sich die Werte und die Einstellung der Bandmitglieder verschoben. Es ging jetzt nicht mehr ums Auftreten oder gar Geld verdienen, es ging jetzt nur mehr ums gemeinsame Musizieren.
2005 war es, als wir unseren Fritz durch einen schlimmen Krankheitsfall (ihm geht es heute, 2009,
gottseidank wieder gut) und Hansi aus privaten Gründen verloren.
Walter nutzte seine Kontakte zu seinen früheren Bandkollegen bei den "Flamingos" und konnte so
Wir haben es uns zum Ziel gemacht, unserem Hobby, dem Musikmachen, Platz in unserem Leben zu geben und uns an dem daraus Resultierenden, Freundschaft untereinander und Kontakt zu unseren Freunden(Fans), zu erfreuen.
Bertl
im Juli 2009